Die Geschichte der Gruppe Berlin

Die Baltische Segler-Vereinigung (BSV) kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken, die ihren Ursprung mit fünf Stammvereinen im Baltikum hat.
1878 Gründung des Rigaer Yacht Clubs

Im Gründungsjahr zählt der RYC 42 Mitglieder (zehn Jahre später war der Club bereits auf 235 Mitglieder angewachsen; zur damaligen Zeit eine stattliche Zahl).

1883 Gründung des Libauer Yacht Clubs Nord.
1888 Gründung des Estländischen See-Yachtclubs
1891 Gründung des Arensburger Yacht Clubs
1895 Gründung des Livländischen Yachtclubs
1939/1940 Nach der Umsiedlung der Deutschbalten kommt es am 28. Januar 1940 in Gotenhafen (Gdynia) zu einem Zusammenschluss der fünf traditionsreichen baltischen Segelclubs zur Baltischen Segler-Vereinigung e. V.
1945/1946 Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geht neben der gesamten Yachtflotte auch der Besitz der BSV verloren

Per Vorstandsbeschluss beschließt die BSV, den Verein weiter bestehen zu lassen, und zwar mit Sitz in Lübeck.

Obwohl die Mitglieder über ganz Deutschland verstreut sind, festigt sich der Verein nach und nach, sodass er im Jahre 1953 bereits wieder 221 Mitglieder zählt – jedoch nur acht Boote, davon zwei Motorboote.

Die räumliche Trennung der Mitglieder führt zur Bildung von Gruppen in den unterschiedlichen Revieren, und zwar in Hamburg, Flensburg, Travemünde, Hannover und Berlin.

1951 Bereits kurz nach Kriegsende finden in Berlin ehemalige Mitglieder der Stammvereine zueinander. Die Legende besagt, dass sich drei von ihnen zufällig auf den Treppen des Bahnhofs Alexanderplatz über den Weg liefen …

1951 beginnt ein regelmäßiges Clubleben in Berlin in Form von monatlichen Zusammenkünften. Diese finden zunächst in verschiedenen Gaststätten, dann umschichtig bei Mitgliedern zu Hause statt.

1958 Ab 1958 werden die Clubabende des Vereins im Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) abgehalten, und im Jahr 1961 findet dort auch das erste Schiff der BSV Berlin seinen Gastliegeplatz, da noch kein eigenes Clubgelände vorhanden ist.
1966 Ab 1966 hat die Gruppe Berlin endlich ein eigenes Clubgelände, ein Pachtgrundstück direkt neben dem bisherigen „Gastgeber“ mit der Anschrift „Am Großen Wannsee 20“
 1970 In den Jahren bis 1970 wird das Gelände nach und nach urbar gemacht: Clubhaus, Hafen, Außenanlagen, feste Steganlage. Zu diesem Zeitpunkt besteht die Flotte aus 16 Segel- und 3 Motorbooten.
1974 Beginn der vereinsinternen Segelausbildung, insbesondere im Bereich der Jugend
1977 Gründung des „Vereins der Mitglieder der Baltischen Segler-Vereinigung in Berlin e. V.“– dieses Wortungetüm spiegelt die Wechselbeziehung zur Baltischen Segler-Vereinigung wider, gleichzeitig ist die Gründung einer eigenständigen rechtsfähigen juristischen Person erforderlich, um vor Ort Verträge abschließen und in den Genuss von Fördermaßnahmen des Landes kommen zu können
1979 Die BSV übernimmt die Leitung des vom Berliner Segler-Verband ins Leben gerufenen Modellversuchs zur Schulung jugendlicher Fahrtensegler auf der Ketsch „Peter Robert“
1990 … ist in sportlicher Hinsicht das erfolgreichste Jahr in der ohnehin sehr erfolgreichen Sportgeschichte des Vereins. Mit Steuermann Wolfgang Hunger vom Potsdamer Yacht-Club wird das Vereinsmitglied Rolf Schmidt Weltmeister in der Olympiaklasse 470-er; im selben Jahr holt eine anderes Mitglied, Thomas Dreyer, den Weltmeistertitel – im Modellsegeln in der E-Klasse.
1996 Neubau bzw. Umbau des Clubhauses – im Ergebnis entsteht die nordische Holzstabkirche nach altem Vorbild neu, jedoch mit deutlich mehr Komfort.
2002 Kauf des bisher gepachteten Grundstückes, gebunden an die Nutzung durch einen gemeinnützigen Sportverein.
2003 Die Baltische Segler-Vereinigung feiert ihr 125-jähriges Bestehen.