505 Worlds 2016 Tag 1

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Der erste Tag der Weltmeisterschaft startete mit etwa 0 Knoten Wind, Startverschiebung und Aussicht auf einsetzenden Wind aus Westen. Gegen 12:30 Uhr wurde die Startverschiebung aufgelöst und die Flotte von 133 Booten legte ab um die zwei angesetzten Wettfahrten zu segeln. Da nur wenig Wind war, dauerte der Weg zum Kurs relativ lange, so dass nur kurz Zeit zum Einsegeln blieb. Bei etwa 7 Knoten Wind und nach drei abgebrochenen Starts, begann das erste Rennen für uns gelinde gesagt schlecht. Den Start hatten wir verpatzt und fuhren nun in der zweiten Reihe los. Bei 131 Booten ist es gar nicht so einfach da noch freien Wind zu finden. Die Geschwindigkeit stimmte zwar, doch der Kampf nach vorne war nicht leicht. Ein verpatztes Leetonnenmanöver machte einige gutgemachte Meter wieder zunichte. Doch die zwei Runden danach konnten wir nutzen um immerhin noch auf den 36. Platz vor zu fahren. Das Fazit nach dem Rennen war dann: „Boot läuft, nur starten sollte man können.“

Das haben wir dann in der zweiten Wettfahrt etwas besser gemacht, konnten uns aber nicht gegen Hunger/Kleiner, die in Lee von uns lagen, durchsetzen. Schon wieder in der zweiten Reihe schlugen wir uns ein Stück auf die rechte Seite durch und erlangten dann wieder auf einem Schlag nach links freien Wind. Der nun einsetzende Rechts-Dreher sollte unsere Rettung sein. Durch ihn überholten wir alle Boote auf der linken Kreuzseite und waren nun wieder im Rennen. Völlig überrascht rundeten wir die Luvtonne als Fünfter. Auf dem folgenden Vorwindkurs konnten wir uns sogar noch auf Rang zwei verbessern. Nun hieß es Ruhe bewahren und sich von den 129 Booten im Nacken nicht verrückt machen lassen. Tatsächlich schafften wir es die Position bis ins Ziel zu halten, auch wenn es am Ende mit Birkner/Stenger nochmal knapp wurde.

Insgesamt liegen wir nun auf dem 14.Platz mit einem Einzelergebnis von dem wir nicht einmal geträumt hatten. Bleibt abzuwarten ob sich das wiederholen lässt. Ein guter Anfang ist gemacht, aber das Ding ist noch lange nicht sicher. Es sind schließlich noch acht von neun Wettfahrten zu segeln. Morgen geht es um 13:00Uhr englischer Zeit weiter. Zuschauen kann man unter www.sap505worlds.com.

505 Worlds 2016 LIVE

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Foto: Lutz Möller

Foto: Lutz Möller

Nachdem sich unsere FD-Segler bei der FD-WM so gut beweisen konnten, wollen wir nun versuchen die Flagge der BSV auch bei den Fiven hochzuhalten. Die Weltmeisterschaft der 505er findet in Weymouth, England vom 30.Juli bis zum 5.August statt.  Es sind 132 Boote gemeldet, davon 22 deutsche Teams, die um den Titel kämpfen werden. Aus der BSV sind wir die einzigen Teilnehmer.

Von allen Wettfahrten wird es ein Live-Tracking im Internet geben. Die letzten drei Tage der Weltmeisterschaft werden live mit Videomaterial und Kommentator überagen. Wer also spektakuläres und spannendes Segeln sehen möchte, sollte hier vorbei schauen:

http://sap505worlds.com/event-schedule/

Naturschutzgebietsverordnung „Totes Moor“

Am 26. Mai wurde die Verordnung über das Naturschutzgebiet „Totes Moor“ in den Städten Neustadt a. Rbge. und Wunstorf, Region Hannover (Naturschutzgebietsverordnung „Totes Moor“ – NSG-HA 154) beschlossen.

Wie in der Presse mitgeteilt, ist der SVG aus der Notgemeinschaft Steinhuder Meer ausgetreten (Quelle: Leinezeitung vom 19.7.2016), um nicht eine Normenkontrollklage mittragen zu müssen.

Auch wir haben im Vorstand über diesen Schritt diskutiert. Haupttriebfeder war der Umstand, dass greifbare Fakten recht rar waren. Die Notgemeinschaft berichtet selber seit Frühjahr 2015 nicht mehr über ihre Internetseite und auch die Protokolle der Versammlungen sind wenig aussagekräftig. Im Moment prüft sie, ob eine Klage Erfolg haben kann. Wenn dann eine Klage eingereicht würde und Erfolg hätte, dann wäre das Gesetz nichtig und ggf. neu zu formulieren.

Aus unserer Sicht enthält die neue Verordnung insbesondere eine deklarierte Durchfahrt zu unserem Hafen, die im alten Naturschutzgebiet Wulfenkuhlen fehlte. Andererseits ist die Verschlechterung durch eine Ausweitung des Naturschutzgebietes im Ostenmeer hingegen akzeptabel.

Die Notgemeinschaft, die viele Interessengemeinschften im Raum Steinhuder Meer vertritt, macht geltend, dass viele Aspekte, die vormals als Kompromiss verhandelt wurden, nicht mehr in der Verordnung enthalten sind.

Ich hoffe, wir können unseren Mitgliedern bald mehr Informationen verfügbar machen.