Bereits im letzten Jahr habe ich an der Regatta Fraglia Vela Riva auf dem Gardasee teilgenommen und war überwältigt von der Menge der Opti-Segler, die aus aller Welt angereist waren. Vorher hatte ein Trainingscamp stattgefunden, das uns auf die Regatta und die anstehende Segelsaison vorbereitet hat.

In diesem Jahr sind mein Bruder Lian und ich am 24. März 2018 nach Torbole, Italien, gereist, um zunächst am von der Trainingsgemeinschaft Wannsee veranstalteten Trainingscamp und dann an der berühmten Fraglia Vela Riva Optimist Regatta teilzunehmen. In diesem Jahr nahmen 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 33 verschiedenen Ländern teil. So waren Seglerinnen und Segler zum Beispiel aus Australien, China, Japan, Brasilien, den USA und den Cayman Islands angereist. Vom 29. März bis zum 1. April sollten dann insgesamt acht verschiedene „fleets“, gekennzeichnet mit verschiedenfarbigen Bändern an der Spriet, neun Wettfahrten segeln. Jeden Tag musste aufs Neue kontrolliert werden, in welchem „fleet“ man segelt, da die Seglerinnen und Segler möglichst abwechslungsreich kombiniert werden sollten.

Während über die Trainingstage zwar kühles, aber beständiges Wetter am nördlichen Gardasee vorherrschte, der uns die üblichen konstanten Winde aus südlicher Richtung ab mittags bescherte, verschlechterten sich die Bedingungen zur Regatta. So hatten wir leider sehr wenig Wind, es regnete, hagelte und war unverhältnismäßig kalt. Daher kamen nur sechs Wettfahrten zustande. Die Bedingungen waren für uns schwierig, aber wir hatten trotzdem sehr viel Spaß und konnten auch einige gute Ergebnisse erzielen, z. B. mein 69. Platz im Juniori-Team (A) und Lians 13. Platz im Cadetti-Team (B). Insgesamt konnten wir uns beide im Mittelfeld unserer jeweiligen Gruppen platzieren.

Die Segelveranstaltung war ein einmaliges Erlebnis und wir waren froh, dass wir daran teilnehmen durften. Denn zur Eröffnung zogen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Landesflaggen und mit Vereinskleidung durch die Straßen von Riva und wurden vor dem Marktplatz vom Bürgermeister persönlich begrüßt. Wir haben viel gelernt und konnten uns auf Englisch, das wir zu Hause und in unserer internationalen Schule täglich sprechen, mit vielen Optiseglerinnen und -seglern unterhalten. Im nächsten Jahr möchten wir gerne wieder mitsegeln und hoffen, dass unsere Schwester Lavinia auch dabei sein wird.

Leander Baumann (GER 1017)